Stärke und Mut: Biografischer Roman

Als Baby einer ledigen Mutter Anfang der sechziger Jahre ins Kinderheim gegeben, weiß Michael nicht, was Eltern sind. Er hat eine alles andere als behütete Kindheit. Im Alter von fünf Jahren wird er von Inge und Joachim als Pflegekind aufgenommen. Glücklich endlich eine Familie zu haben, ahnt Michael nicht, dass er vor einem Martyrium steht. Überfordert mit dem Heimkind und wütend auf ihr eigenes Versagen als Mutter, richtet Inge all ihre Wut gegen Michael. Sie misshandelt ihn körperlich und psychisch. Während ihre Übergriffe immer heftiger werden, entwickelt Michael eigene Strategien, um seine Würde zu schützen, zu überleben und zu leben. Erst spät beginnt er, die Beweggründe seiner leiblichen Eltern zu hinterfragen, zu verstehen und die schicksalhafte Verbindung zu ihnen zu erkennen.

Vor dem Hintergrund der düsteren und emotional kalten Zeit des späten Nachkriegsdeutschland der sechziger Jahre, ist dieses Buch das spannend und lebendig erzählte Psychogramm eines jungen Mannes, seiner Eltern und der Suche nach Geborgenheit und Selbstbestimmung.

Anmerkung des Autors:

Ich habe bis Ende 2013 meine Autobiografie geschrieben mit dem Ziel, sie zu veröffentlichen. Als sie geschrieben war, passte da etwas nicht. Ich hatte das Gefühl, dass meine Autobiografie ohne die Geschichte bzw. Auseinandersetzung mit meinen leiblichen Eltern nur die Hälfte ist. Und so entstand die Idee, dies in Form eines Romanes zu machen, habe recherchiert, verarbeitet und Mitte 2014 angefangen zu schreiben. Im Laufe des Schreibens habe ich gemerkt, dass es viele Menschen mit einer ähnlichen Erlebnissen gibt, die aus meiner Geschichte und die meiner leiblichen Eltern (“sie waren nicht böse – sie konnten nicht anders) Verständnis, Kraft und Hoffnung schöpfen können.
Nach Fertigstellung des Manuskriptes war ich auf eine beschwerliche Verlagssuche eingestellt, aber es genügte ein Post in FB und der Franzius-Verlag hat sich bei mir gemeldet. Das war der Beginn einer wunderbaren Zusammenarbeit.

Autor  Frank Bergmann
Verlag  Franzius Verlag
Seitenzahl  420

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