Im Zwielicht der Zeit

Das wilhelminische Deutschland 1912:
Mit dem Tod der geliebten Mutter erlebt die gerade 17jährige Gertrud Oertel das Ende ihrer wohlbehüteten, bürgerlichen Kindheit. Für die Tochter eines angesehenen Universitätsprofessors markiert dieses Ereignis einen ersten schmerzlichen Verlust, dem noch viele folgen sollen. Im ersten großen Krieg fällt ihr Verlobter, Hunger und Depression der Folge-jahre treiben sie in die schillernde, aber kontroverse Welt der Künstlerbohème, die wie ein betäubender Rausch auf sie einwirkt. Dort erlebt sie zwar ihre erste große Leidenschaft in den Armen des Malers Marcel, erfährt in ihm aber auch eine Liebe, die nicht sein darf. Gertrud strebt vergebens danach, sich über die Schranken ihrer Welt hinwegzusetzen. Ihr Vater, selbst vom Leben gezeichnet, duldet das ausschweifende Künstlerleben nicht. Er zwingt sie dazu, den jüdischen Kaufmanns-sohn Philipp Goltstein zu heiraten. Widerwillig fügt sich Gertrud in ihr Schicksal und gibt ihre Zukunftspläne auf, um Hausfrau und Mutter zu werden. Doch das ohnehin zweifelhafte Familienglück währt nicht lange. Mit der Machtergreifung beginnt für Gertrud eine Zeit der Angst, die sie kaum zu überstehen scheint. Die Repressalien der Nazis treiben die Familie allmählich an die Grenzen ihrer Kraft und an den Rand des Wahnsinns. Auch fürchtet Gertrud, dass der inzwischen aus Deutschland geflohene Marcel der Vater ihrer Kinder sein könnte.
Dann bricht über alle der Krieg herein.

Beschreibung auf unserer Homepage
“Die handelnden Personen sind frei erfunden, die Handlung des Romans orientiert sich jedoch an tatsächlichen Ereignissen.” Diesen Satz habe ich meinem Buch “Im Zwielicht der Zeit” vorangestellt, dem ersten Band einer Familiensaga, die mit dem Roman “Im Bann der Vergangenheit” weitergeführt wird. Sie ist keine Familienchronik, sondern Dichtung und Wahrheit. Das ergibt sich zwangsläufig schon daraus, dass ich im Jahr 1912, in dem die Geschichte beginnt, noch gar nicht gelebt habe. Die Ereignisse in den Jahren vor meiner bewussten Existenz sind mir erzählt worden und ich habe versucht, sie mit Leben zu füllen, indem ich einige Personen erfunden habe. Der Hintergrund für die beiden Romane sind die schicksalhaften Begebenheiten in meiner Familie, die alle der Wahrheit entsprechen und sich so ereignet haben, wie sie beschrieben werden.
“Im Zwielicht der Zeit” schildert die Jahre von 1912 bis 1945. Der Roman erzählt von Gertrud, einer lebenslustigen jungen Frau, die nach den dunklen Jahren des ersten Weltkriegs ihr Leben genießen will und sich in den Kreisen der Bohème amüsiert ? von ihrem strengen Vater, einem Gelehrten, Professor der Mathematik, der dies missbilligt und sie zur Heirat drängt, damit sie zurückfindet in ein bürgerliches Leben ? von ihrem Bruder Paul, der sich gegen den Willen des Vaters unter dem Eindruck traumatischer Kriegserlebnisse entschließt, Theologie zu studieren ? und von Philipp, Gertruds jüdischem Ehemann, der die Verfolgung durch die Nationalsozialisten nicht überlebt. Das Vorbild für die Figur der Gertrud ist meine Mutter, für den Vater mein Großvater, für Paul mein Onkel und für Philipp mein Vater. Erfunden habe ich die Freunde und Künstler in der Welt der Bohème. Die übrigen Personen, von denen nach und nach die Rede sein wird, haben alle ihre Vorbilder in meiner Familie.
Der Leser erfährt auch etwas von den gesellschaftlichen Umbrüchen jener Zeit.

Von den konservativen, traditionellen Vorstellungen der Kaiserzeit, die den Frauen nur die Rolle als Ehefrau, Hausfrau und Mutter zuwiesen und so ihre persönliche Entwicklung stark einschränkten, war Gertruds Elternhaus geprägt. Mit den Erschütterungen des verlorenen Krieges kam in den zwanziger Jahren die Befreiung von den Zwängen der Vergangenheit, bis dann in den Jahren nach 1933 mit der Hitlerdiktatur ein autoritäres Regime seine Herrschaft antrat und bei vielen Menschen Unsicherheit und Angst verbreitete. Der Roman beschreibt mit den handelnden Personen auch ein Stück Zeitgeschichte.

Autor  Ellinor Wohlfeil
Verlag  Verlag 3.0 Zsolt Majsai
Seitenzahl  340

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